Fassade fertiggestellt


In diesen Tagen wird der Bauabschnitt abgeschlossen, die Fassade denkmalgerecht zu erneuern und wieder in den Zustand zu versetzen, wie er nach Befunden von sachverständigen Restauratoren ursprünglich war. Die Alte Synagoge hat dabei in Absprache mit der Denkmalpflege einen neuen, sandfarbenen monochromen Außenanstrich erhalten, der die Fachwerkbalken je nach Lichteinfall nur noch schwach sichtbar werden lässt, zuvor waren einige Fachwerkbalken und die Gefache der um 1800 erbauten Alten Synagoge saniert worden.

 

„Im späten 18. Jahrhundert waren nahezu alle Gebäude mit einfarbiger Wandfassung versehen worden, oftmals um den Anschein eines Steingebäudes zu erwecken“, erklärt Frank Bertram, Vorsitzender des Fördervereins. „Farbige Akzente wurden damals und werden heute wieder durch Fenster und Türen gesetzt.“

In Einbeck ist die Alte Synagoge das erste Fachwerkgebäude, das einen monochromen Anstrich erhalten hat – lässt man die ebenfalls monochrome Sanierung des aus dem frühen 17. Jahrhundert stammenden Eicke’schen Hauses einmal außen vor. Andernorts, beispielsweise in Göttingen, Alfeld oder Wolfenbüttel sind monochrome Fachwerkhäuser jedoch bereits mehrfach zu sehen und durchaus üblich. In einer Stadt haben sich zu allen Zeiten Fachwerkbauten mit verschiedenen Baustilen vereinigt, es gab nie nur den einen Stil. „Für unsere Sehgewohnheiten, die Fachwerk häufig ausschließlich mit bunten Balken und Verzierungen verbinden, sind monochrome Fachwerkhäuser heute fremd“, sagt Frank Bertram. „Die Alte Synagoge wird helfen, das wieder zu verändern.“

Das ehemalige Synagogen-Gebäude wird vom Förderverein Alte Synagoge denkmalgerecht saniert. In den nächsten Tagen werden auch die neuen Türen eingebaut. Die Kosten für die Arbeiten des aktuellen Bauabschnitts in Höhe von kalkulierten insgesamt rund 64.000 Euro werden vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (45.000 Euro) und von der Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim (19.000 Euro) getragen.

Die Einbecker Morgenpost berichtet am 8. September 2017 darüber.

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